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Dronte - die ausgestorbene Riesentaube von Mauritius

Seit gut 300 Jahren ausgestorben ist die Dronte (auch Dodo, Raphus cucullatus), ein flugunfähiger Taubenvogel, der wohl über 20 kg schwer werden konnte.

Dronten werden in der zeitgeössischen Literatur als plumpe Vögel beschrieben mit lächerlich kleinen und funktionslosen Flügeln. Sie hatten keine Fressfeinde auf der Insel und hatten deshalb eine geringe Fortpflanzungsrate. Die Tiere brüteten am Boden ihr einziges Ei aus und waren in jeder Hinsicht völlig wehrlos.

Das nebenstehende Bild von Ustad Mansur zeigt so einen Dodo; es gilt als eine der wahrscheinlich realistischten Darstellungen überhaupt. Es entstand 1612, als diese Tiere also noch nicht ausgestorben waren.

Dronten mussten nicht fliegen können, da es auf der Insel ursprünglich keine Fressfeinde gab. Das änderte sich bald nach der Entdeckung der Insel durch die Europäer, die zahlreiche Haustiere, vor allem aber Ratten auf die Insel brachten. Hauptgrund für die Ausrottung der Art dürften dann auch eingeschleppte Ratten sowie eingebürgerte und verwilderte Haustiere gewesen sein. Vor allem Schweine und Affen zerstörten die Gelege der bodenbrütenden Vögel und fraßen ihre Eier.

Aber nicht nur für die genannten Tiere waren die Dodos eine willkommene Beute, sondern auch für die Seefahrer, die auf Mauritius Station machten und sich in Form von Dodos mit Frischfleisch versorgten. So wurden die harmlosen Tiere am Ende des 17. Jahrhunderts - wahrscheinlich gegen 1690 - ausgerottet. Weniger als 100 Jahre nach seiner Entdeckung! "Überlebt" hat er nur noch im Wappen von Mauritius.

Unter Weltwissen.de können Sie mehr über die Dronte, die ausgestorbene Riesentaube von der Insel Mauritius erfahren.

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